So ein Affentheater
Schwank in drei Akten
Von Erich Koch
Bearbeitung: Wolfgang Ruff


Bei Bauer Alfons hängt der Haussegen gewaltig schief. Der stellvertretende Bürgermeister verbringt
seine Zeit am liebsten im Wirtshaus. Zukunftsweisende Beschlüsse müsse er dort fassen, erklärt er
Ehefrau Agnes und Schwägerin Hilde. Aktuelles Projekt des selbsternannten Kulturbeauftragten: Er will
zum Dorffest ein Theaterstück einstudieren mit dem Titel „Der Schöne und das Biest“, bei dem er auch
die Hauptrolle spielen will. Für das Biest hat er die Kellnerin vorgesehen, um ihr näher zu kommen.
Schließlich vermisst er bei seiner Gattin das nötige „Ambiente“. Doch Alfons hat noch weitere wichtige
Pläne. Hilde soll endlich unter die Haube. Die wenig attraktive, dafür aber resolute Schwägerin nervt ihn
gewaltig. Zumal sie seiner Meinung nach Ehefrau Agnes aufhetzt. Eine Heiratsannonce soll helfen, in
der Alfons der Einfachheit halber auch gleich eine Kuh mit anpreist.
Freund und Dorfdichter Heinz wird in die Pläne eingeweiht und käme laut Alfons auch als
Heiratskandidat für die „versteckte Schönheit“ in Frage. Die flippige Tochter Eva beobachtet das
häusliche Treiben mit Kopfschütteln. Den „schlappen Männern“ kann sie nichts abgewinnen. Bis
Muttersöhnchen Hans unverhofft ins Haus schneit. Das tun auch Franziska, resolute Pfarrköchin und
designierte Vorsitzende des Sittlichkeitsvereins, sowie Eisenwarenhändler Franz, der auf die
Heiratsannonce reagiert. Verwicklungen sind vorprogrammiert.